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Robe greift beim Eurovision 2019 nach den Sternen

Glitzer, Glamour, bunte Farben, Elasthan, Energie, ausgefallene Kostüme, Spaß und überdurchschnittliche Popsongs schallten in das Universum und vor allem um die Halle 2 der Expo Tel Aviv, Israel, beim Eurovision Song Contest 2019 – der derzeit größten Musikfernsehsendung der Welt.

Das Showlicht umfasste fast 300 Robe Moving Lights – bestehend aus einer Mischung von BMFL WashBeams, BMFL Spots und MegaPointes. Diese wurden speziell von den diesjährigen Lichtdesignern Ronen Najar und Dakar Azulay angefragt. Sie sind beide versierte und angesehene Fachleute, die sowohl in Israel als auch international bereits vielfach tätig waren.

Gemeinsam haben sie ein Beleuchtungssetup zusammengestellt, um die angesehene Produktion, die von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) organisiert wird, kreativ ins richtige Licht zu tauchen. Die Veranstaltung wird von der israelischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt veranstaltet und über das israelische KAN-Netzwerk übertragen.

Nachdem sie – trotz der harten Konkurrenz – ausgewählt wurden, arbeiteten Ronen und Dakar eng mit dem Eurovision-Produktionsleiter Ola Melzig und seinem internationalen Team zusammen. Sie setzten über 2.500 Scheinwerfer sowie Videopanels in das Rigg ein, was den Einsatz von insgesamt über 71.000 Steuerparametern bedeutete!

Ronen und Dakar kümmerten sich gemeinsam um das gesamte Showlicht. Dakar widmete sich zusätzlich dem Keylight im Detail. Ronen richtet das Licht vieler Live-Events, Theateraufführungen und Musiktourneen aus, während sich Dakar auf Fernseh- und Rundfunkbeleuchtung spezialisiert hat.

Die beiden sind zudem gute Freunde, und dass sie gemeinsam arbeiten, schafft eine einzigartige Synergie, welche beiden den phantasievollen Freiraum gab, eine andere Herangehensweise an das Lichtdesign zu entwickeln. Das trug dazu bei, dass die diesjährige Show eine der angesehensten ESC-Präsentationen bis zum heutigen Tag wurde. Sie nahmen zudem die individuellen Wünsche der insgesamt 41 künstlerischen Leiter der einzelnen Delegationen entgegen.

Im talentierten, internationalen Team war ebenfalls der Produktionsdesigner Florien Wieder von dem Unternehmen Wieder Design aus Deutschland, der die Architektur des Bühnenbilds elegant zum Leben erweckte. Neben den 41 Teilnehmern, die in der Woche vor dem Finale in zwei live im Fernsehen übertragenen Halbfinalshows um die 26 Finalistenplätze kämpften, beleuchteten Ronen und Dakar ebenfalls sieben Pre-Show-, Playout- und Intervallacts, die Flag Parade und andere Teile der Feierlichkeiten.

Das ESC-Lichtteam programmierte zudem die beiden Intervallnummern von Madonna während des Finales – ihren 1989er Hit „Like A Prayer“ und ihre neue Single „Future“ mit dem US-Rapper Quavo. Diese Aufgabe übernahm LD Al Gurdon, der sich um alle Beleuchtungsanforderungen des legendären Stars kümmerte.

Die 116 x BMFL WashBeams wurden im Dach des Veranstaltungsortes positioniert und komplett für das Hauptlicht genutzt – für vorne, hinten und seitlich sowie für mehrere „füllende“ Positionen.

„Wir brauchten Scheinwerfer mit einer leistungsstarken Lichtquelle, und wir wollten nur ein Scheinwerfermodell, mit dem wir jeden Aspekt des Hauptlichts ausführen können“, erläutert Ronen. „Da hielten wir den BMFL WashBeam für die beste Option.“

Sowohl er als auch Dakar verwenden regelmäßig Robe-Produkte in ihren Designs.

87 x BMFL Spots wurden für die gesamte Publikumsbeleuchtung eingesetzt. Das ist in einer Show wie dem Eurovision Song Contest von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die TV-Regisseure Amir Ukrainitz und Sivan Magazonik eine konstante und konsistente Auswahl an Go-to-Publikum-Shots hatten, die den Broadcast-Mix ergänzen. Eurovision-Fans sind bekannt für ihre Begeisterung, und ihre Präsenz während der Show ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Begeisterung.

Die 78 x Robe MegaPointes wurden auf der Länge der Publikumstraverse und über der Bühne verteilt, um die richtigen Effekte zu erzielen und epische Looks zu generieren.

Ein weiterer Grund, warum sie planten Robe Scheinwerfer einzusetzen, war das geringe Gewicht, das diese in die Gesamtlast des Daches einbringen – eine Show wie diese mit so einer massiven Produktion ist nämlich nicht alltäglich! Sie wählten aus dem gleichen Grund diverse LED-Scheinwerfer. Auch an den anderen Positionen der Location spielte das Gewicht eine zentrale Rolle und erforderte einige sorgfältige Berechnungen.

Die Stromversorgung war eine weitere Herausforderung – selbst mit Tausenden von LEDs im Rigg. Deshalb wurde die Beleuchtung hauptsächlich von einer Reihe von synchronisierten Generatoren angetrieben.

Die Steuerung des Lichts erfolgte über ein grandMA-Netzwerk, mit dem Angelo De Nella das Hauptlichtmischpult für das Showlicht bediente. Joshua Cutts von Visual Frontier aus Südafrika mischte die Publikumsbeleuchtung und das Hauptlicht wurde von Dakar übernommen – der alle Master-Fader auf seinem Pult hatte und diese in Zusammenarbeit mit Ivan Eftimov, der ein weiteres Pult bediente, bespielte. Moti Aroshas steuerte die Green Room Beleuchtung.

Ronen saß dieses Mal an keinem Pult, leitete jedoch kreativ das gesamte Showlicht und die Beleuchtung einer jeden Delegation in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Operatoren. Es war eine riesige Aufgabe, für die seine ruhige und freundliche Persönlichkeit – neben seinem natürlichen Auge für Kreativität – ideal geeignet war.

Ein wichtiger Bestandteil des Lichtprogrammierteams war der leitende Programmierer Matti Murray, der dafür sorgte, dass die nächtlichen Sitzungen produktiv und effizient ablaufen konnten, unterstützt von Chris Bolton von Keystone Productions, ebenfalls aus Südafrika. Der Steuerungsingenieur für die Beleuchtungssysteme und Logistiker war Jack Collins.

Ronen genoss es sehr, mit so vielen erstklassigen Menschen zusammenzuarbeiten und Teil eines weltoffenen Teams zu sein, das gemeinsam so viel Erfahrung an den Tag legt. Er erklärte: „Wir haben alle sehr viel voneinander gelernt, und es war eine sehr belebende Umgebung!“

Er war sehr stolz darauf, eine so riesige Show – die an fast 2 Milliarden Menschen weltweit übertragen wurde – ausgeleuchtet zu haben. Zudem erhielt er die Chance, ein paar Personen aus den Teams, die zwei oder drei Monate lang dort gearbeitet haben, ein wenig von der Magie und den Schwingungen Israels zu zeigen.

Sie waren 4 Wochen lang in Halle 2 vor Ort. Zuvor verbrachten Ronen, Dakar und das Kernteam für die Lichtplanung drei Wochen in einem Visualisierungsstudio mit WYG und MA3D. Mit speziellen Tricks konnten sie die Automatisierung des Riggs, die Videoinhalte auf den Bildschirmen und die Kamerabilder und -bewegungen, die über den Cue Pilot gesteuert werden, im Visualizer nachahmen.

Leiter der Automatisierung des Events war Shay Bonder. Der Videoinhalt wurde von Gravity produziert und Playback Video von Yahav Tenne abgespielt.

Das Lichtequipment wurde von der dänischen Firma Litecom geliefert und koordiniert.

Fotos: Erez Hadar

Robe Dares to Dream at Eurovision 2019
Robe Dares to Dream at Eurovision 2019
Robe Dares to Dream at Eurovision 2019
Robe Dares to Dream at Eurovision 2019
Robe Dares to Dream at Eurovision 2019
Robe Dares to Dream at Eurovision 2019